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Ärger bei Bertelsmann 29-Millionen-Bonus für Majorel-Chef?

aus DER SPIEGEL 3/2022

Der Börsengang der Bertelsmann-Beteiligung Majorel im vergangenen Herbst sorgt für Verstimmungen im Medienkonzern. Grund sind Boni in Höhe von 120 Millionen Euro für das Topmanagement des Callcenter-Betreibers. Allein der Vorstandsvorsitzende Thomas Mackenbrock erhielt zusätzlich zu seinem Gehalt eine Einmalzahlung von 29 Millionen Euro.

Bonuszahlungen in dieser Höhe sind innerhalb des Bertelsmann-Konzerns un­üblich und sorgten bei Bekanntwerden des Börsenprospekts für erhebliche Aufregung in den Gütersloher Büros – auch weil in anderen Sparten kräftig gespart wurde.

Bertelsmann weist auf Nachfrage darauf hin, dass die Boni »in Übereinstimmung mit internationalen Standards« festgelegt wurden. Unter dem Management habe sich Majorel »hervorragend entwickelt«, beide Gesellschafter hätten den Boni zugestimmt. 25 Prozent der Sonderzahlungen müssten Mackenbrock und seine Vorstandskollegen zudem in Firmenaktien investieren.

Bertelsmann hält derzeit knapp 40 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, das 2019 mit der marokkanischen Saham Group fusionierte und unter anderem Impfhotlines betreibt.

rei
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