»Amateur im Ministerpräsidentenkostüm« CDU-Politiker empört nach Scholz' Äußerung über Wüst

Bei der jüngsten Bund-Länder-Runde gerieten Bundeskanzler Olaf Scholz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst aneinander, Scholz lästerte nach SPIEGEL-Informationen anschließend intern. In der CDU ist man darüber empört.
NRW-Landeschef Wüst, Bundeskanzler Scholz nach der Bund-Länder-Schalte am 7. Januar

NRW-Landeschef Wüst, Bundeskanzler Scholz nach der Bund-Länder-Schalte am 7. Januar

Foto: John Macdougall / dpa

Der Dissens zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem Chef der Ministerpräsidentenkonferenz, NRW-Landeschef Hendrik Wüst (CDU), in der jüngsten Bund-Länder-Schalte ist kein Geheimnis.  Nun sorgt bei der CDU jedoch ein Ausspruch des Kanzlers für Ärger, den Scholz nach SPIEGEL-Informationen nach der Konferenz in einer internen Runde machte.

Scholz soll dabei über Wüst als »Amateur im Ministerpräsidentenkostüm« gespottet haben (lesen Sie mehr dazu in der SPIEGEL-Titelgeschichte ). Das nehmen dem Kanzler einige CDU-Vertreter übel.

»So geht Respekt«, schrieb etwa CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak auf Twitter und nahm dabei ironisch Bezug auf Scholz' Wahlkampfforderung nach mehr »Respekt«.

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Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke schrieb ebenfalls auf Twitter : »Das muss dieser neue gute Stil der Ampel, dieser Respekt sein, von dem die SPD immer spricht.«

Der CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke, zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender der des CDU-Sozialflügels CDA, warf Scholz »schlechten Stil« vor. Ronja Kemmer, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsabgeordneten, forderte, Scholz solle »mal dringend einen Gang zurückschalten und die Regierungstätigkeit rauf«.

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Auch Peter R. Neumann, während des Wahlkampfs im Team von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet für innere Sicherheit zuständig, war offenbar von Scholz' Äußerung wenig angetan.

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Wüst hatte sich bei den Beratungen am 7. Januar gegenüber Scholz als Vertreter der Bundesländer zu profilieren versucht und unter anderem darauf gepocht, vom Bundestag erneut die epidemische Lage nationaler Tragweite feststellen zu lassen.

Als es in dem Gremium um den Zeitplan für die Impfpflicht ging, verhakten sich Scholz und Wüst derart, dass der Kanzler sich den Christdemokraten vorknöpfte. »Sie sind hier der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz«, wird der Kanzler zitiert. »Machen Sie mal einen Vorschlag, der für alle 16 Länder funktioniert.« Kurz nach der Sitzung soll Scholz dann in einer internen Runde über den »Amateur im Ministerpräsidentenkostüm« gespottet haben.

fek