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Foto: Roberto Pfeil / dpa

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Schülerinnen und Schüler des Johannes-Sturmius-Gymnasiums im nordrhein-westfälischen Schleiden begleiteten am Mittwoch die Gebeine ihres langgedienten Schulskeletts zur letzten Ruhe. Seit 1952 nutzte die Schule die Überreste der unbekannten Frau als Lehrmaterial – wie dies vermutlich noch zahlreiche Lehreinrichtungen in Deutschland tun; juristisch betrachtet gelten Forschungsskelette als Sache. Mit Menschenwürde nach dem Tod habe dies nichts zu tun, fanden die Schüler. Sie gaben der Frau einen vietnamesischen Namen mit der Bedeutung »Geheimnisvoller Friede« und setzten sich bei der Stadt für ein Begräbnis ein. Für die Anatomiestunden im Bio-Unterricht steht jetzt ein Kunststoffmodell bereit.

aus DER SPIEGEL 20/2022
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