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Reisetipp: Winter in Venetien Bergliebe auf Italienisch

Ski- und Snowboardfans kennen die berühmten Skigebiete der Dolomiten. Doch die Region Venetien hat auch jede Menge Geheimtipps in petto. Zeit, das norditalienische Winterwunderland zu entdecken.
Foto: Enrico-Maioni / guidedolomiti.com

Bei Venetien denken die meisten Menschen wohl als Erstes an die zauberhafte Lagunenstadt Venedig. Dabei hat das Veneto, wie der Landstrich im Nordosten Italiens in der Landessprache heißt, noch viel mehr zu bieten. Auch und gerade im Winter beeindruckt der nördliche Teil der Region mit seiner herrlichen Bergwelt. Sie erstreckt sich von der österreichischen Grenze im Nordosten bis zum Ufer des Gardasees im Südwesten. Die Dolomiten zählen genauso dazu wie die venetischen Voralpen.

Wer hier den winterlichen Schneezauber genießen möchte, kann das in berühmten Skigebieten wie Cortina d’Ampezzo. Doch es lohnt sich auch, weniger bekannte Orte und Berge zu entdecken. Hier finden sich verträumte Wälder, enge Gletschertäler wie das San Lucano-Tal und einsame Berghütten. Auf Fans schmaler Bretter warten kilometerlange Langlaufloipen etwa im Biois-Tal oder die Biathlon-Plattform im Zoldotal. Der Schneepark NeveSole am Fuße des Monte Antelao begeistert die ganze Familie mit speziellen Abfahrten für Schlauchboote und Schlitten. So richtig entspannen lässt sich in Wellnessanlagen wie in Cadore Dolomites. Und kulinarische Kreationen, zum Beispiel in den preisgekrönten Restaurants von Cortina oder in den Mälzereien und Restaurants in Auronzo di Cadore, lassen Feinschmeckerherzen höherschlagen.

Mit Schneeschuhen in den Sonnenuntergang

Ihre zahlreichen Täler, Dörfer und Gipfel machen die Bergwelt Venetiens so vielfältig wie einzigartig. Im Herzen der Dolomiten liegt das Tal von Comelico. Es beheimatet auf einer Höhe von 900 bis 1.400 Metern über dem Meeresspiegel fünf Gemeinden. Mit seinen weitläufigen Pinienwäldern und den atemberaubenden Gipfeln der Dolomiten bietet es eine hinreißende Kulisse für Naturentdeckungen. Hier starten zum Beispiel zahlreiche Schneeschuhrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, Naturerlebnisse abseits der Touristenströme ermöglichen. Für Einsteiger bieten sich geführte Schneeschuhwanderungen an, wie etwa die "Con le ciaspe al tramonto" – eine Wanderung im Sonnenuntergang –, die im Winter einmal die Woche am Passo S. Antonio startet.

Skibergsteigen, Eisklettern und Hundeschlittenfahrten ergänzen das Wintersportangebot. Besucherinnen und Besucher können zudem die regionale Handwerkskunst in Handwerk- und Holzantiquitätengeschäften bewundern. Unbedingt auskosten sollten sie auch die Küche der Region mit typischen Gerichten wie Reh mit Polenta oder Obstkuchen mit Waldfrüchten.

Ein besonderes Highlight: Der ladinische Karneval, der – wenn nicht gerade die Pandemie herrscht – im Januar und Februar in so gut wie jedem Dorf des Tals gefeiert wird. Besonders berühmt: der Maskenzug in Sant’Apollonia di Dosoledo, bei dem die Karnevalisten zwei Arten von Masken tragen: Die "schönen" und die "hässlichen".

Foto: guidedolomiti.com

Zu Besuch bei der Königin

Im wahrsten Sinne hervorstechend ist die Marmolada. Der mit 3.343 Metern höchste Gipfel der Region gilt als "Königin der Dolomiten". Hochalpinsportlerinnen und -sportler reizt die Überschreitung des höchsten Punkts des Massivs. Die anspruchsvolle Route verbindet auf einzigartige Weise einen Klettersteig mit einer Gletschertour. Doch es geht auch bequemer: Eine Seilbahn führt von Malga Ciapela über drei Stationen auf die Marmolada. Bei der Fahrt zur Bergstation lohnt sich ein Zwischenstopp auf 2.950 Metern Höhe bei der Seilbahnstation Serauta. Sie beherbergt das "Museo della Grande Guerra in Marmolada", welches über den Gebirgskrieg im ersten Weltkrieg informiert und der Verstorbenen gedenkt.

Foto: Lucio Rossi

Kultureller und landschaftlicher Hochgenuss

Etwas Kultur gefällig? Im malerischen Bergdorf Arabba im Fodom-Tal am Fuße des Sellamassivs erwarten Besucher neben diversen Wintersportarten auch historische Sehenswürdigkeiten. Zu entdecken gibt es etwa das Schloss Buchenstein (Castello di Andraz) aus dem 11. Jahrhundert oder die alte Getreidemühle im Zentrum von Arabba.

Wie in der Region üblich, laden zahlreiche Berghütten und Restaurants zum Verweilen ein. Dort können sich Gäste in gemütlicher bis eleganter Atmosphäre mit der in Venetien typischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit verwöhnen lassen. Und wer dabei den Blick über die einzigartige Gebirgslandschaft der Dolomiten schweifen lässt, versteht sofort, warum diese Landschaft in weiten Teilen zum UNESCO-Welterbe gehört.

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