Dauerniedrigpreis für Nahverkehr Verbraucherzentralen fordern 29-Euro-Ticket

Nach den drei Testmonaten mit dem 9-Euro-Ticket sollte es ein Anschlussangebot geben, fordern Verbraucherschützer. Das soll nur einen Euro pro Tag kosten.
Foto: Felix Kästle / dpa

Seit drei Wochen gilt bereits das 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr  in ganz Deutschland. Doch die Regierung hat sich bisher noch nicht dazu geäußert, wie es nach den drei Testmonaten weitergehen soll.

Die Bürgerinnen müssten aber auch nach August weiter entlastet werden, da die Energiepreise weiterhin hoch sind, meint die Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Jutta Gurkmann. Sie fordert deshalb ein Anschlussangebot für die 9-Euro-Tickets im bundesweiten Nahverkehr. Gurkmann schlägt ein leicht buchbares Monatsticket für alle Busse und Bahnen im Nahverkehr für einen monatlichen Preis von 29 Euro, also rund einen Euro pro Tag, vor. »Das würde in der Preiskrise alle entlasten, insbesondere aber Haushalte mit wenig Geld, und zudem der nötigen Verkehrswende mehr Schub geben.«

Die 9-Euro-Tickets gelten derzeit jeweils für einen Monat für beliebig viele Fahrten in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs in ganz Deutschland. Sie sind viel günstiger als normale Monatstickets, die zudem nur im Verbundbereich gelten.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Bahnchef Richard Lutz wollen sich am Mittwoch zur Zukunft der Schiene und zu einer besseren Organisation von Baustellen für weniger Zugverspätungen äußern.

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Wegen hoher Gaspreise: Weiteres Entlastungspaket nötig?

Die Verbraucherzentralen fordern zudem ein weiteres Entlastungspaket . Dabei sei angesichts weiter steigender Energiepreise bei der Gasversorgung ein Umdenken nötig. So müsse die Koalition finanzielle Hilfen wie den Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger an die tatsächliche Preisentwicklung koppeln.

»Es braucht ein dynamisches Modell mit Verbindung zur Preisrealität«, sagte Gurkmann der Deutschen Presseagentur. »Würden sich zum Beispiel die Zusatzkosten für die Gaspreise noch einmal verdoppeln, müsste die Bundesregierung auch den Heizkostenzuschuss und andere Transferleistungen entsprechend anheben.« Viele stünden jetzt schon finanziell mit dem Rücken zur Wand – vor allem Menschen mit wenig Einkommen, Rentnerinnen und Rentner und zunehmend auch Menschen mit mittleren Einkommen.

sug/dpa-AFX